Das chinesische Staatsoberhaupt erklärte, Kooperation nütze beiden Ländern, während eine Konfrontation beiden schade. Xi warnte vor einem Konflikt, der sich insbesondere an der Taiwan-Frage entzünden könnte. Er betonte, dieses Thema sei das wichtigste in den Beziehungen zwischen China und den USA. Peking betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets. Die USA unterstützen den demokratisch regierten Inselstaat und planen den Verkauf von Waffen. Trump sagte, das Verhältnis zu China werde künftig besser sein als jemals zuvor.
Xi sagt US-Unternehmen weitere Öffnung zu
Der chinesische Staatschef stellte Unternehmen aus den USA einen leichteren Zugang zu den chinesischen Märkten in Aussicht. Die Türen seines Landes zur Außenwelt öffneten sich immer weiter, sagte Xi vor einer Delegation von US-Wirtschaftsvertretern. Damit hätten amerikanische Firmen "noch bessere Aussichten" als bisher, in China zu investieren.
Bei der rund zweistündigen Unterredung zwischen Xi und Trump soll es neben Themen des internationalen Handels auch um den Irankrieg gegangen sein.
Trump: "Eine Ehre, Ihr Freund zu sein"
Zu Beginn des Treffens hatten die beiden Staatschefs zunächst vor allem Komplimente ausgetauscht. Die USA und China hätten eine "fantastische" gemeinsame Zukunft, sagte Trump. "Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein." Der US-Präsident lobte seinen Gastgeber zudem als "großartige Führungspersönlichkeit". Xi widerum betonte, er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen der USA und Chinas größer seien als die Meinungsverschiedenheiten.
Zuvor hatte Xi Trump mit einer feierlichen Zeremonie in der Großen Halle des Volkes empfangen. Für den Abend ist ein Staatsbankett geplant. Morgen reist Trump wieder zurück in die USA. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit einem Jahrzehnt.
Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
