Dlf 10.12.2025
08:37 Uhr

Oslo - Venezolanische Oppositionspolitikerin Machado wird Friedensnobelpreis nicht persönlich entgegennehmen


Die venezolanische Oppositionsführerin Machado wird nicht persönlich an der heutigen Verleihung des Friedensnobelpreises teilnehmen - aber dennoch in Olso sein. Das gab das Nobelpreisinstitut bekannt. Stattdessen soll ihre Tochter den Preis entgegennehmen.

Oslo - Venezolanische Oppositionspolitikerin Machado wird Friedensnobelpreis nicht persönlich entgegennehmen
Wie der Direktor des Nobelinstituts, Berg Harpviken, gegenüber dem Fernsehsender NRK weiter mitteilte, soll die Tochter zudem eine Rede halten, die ihre Mutter geschrieben hat. Weiter hieß es, Machado selbst werde zwar auch in Oslo erwartet, schaffe es aber voraussichtlich nicht zur Vergabe. Die Anreise habe unter extrem gefährlichen Bedingungen stattgefunden. Machado sei aber nun in Sicherheit.

Leben im Untergrund

Ursprünglich war von der persönlichen Teilnahme Machados ausgegangen worden. Es besteht die Gefahr, dass sie bei ihrer Rückkehr festgenommen oder nicht mehr ins Land gelassen wird. Die 58-Jährige lebt in Venezuela im Untergrund und hatte ihren letzten öffentlichen Auftritt im Januar. Der venezolanische Generalstaatsanwalt Saab hatte gedroht, er werde die 58-Jährige im Falle ihrer Teilnahme an der Nobelpreisverleihung als "flüchtig" betrachten. Machado gilt als entschiedene Widersacherin des sozialistischen Machthabers Maduro, der autoritär regiert und die Opposition unterdrückt.
Die anderen Nobelpreise werden am Nachmittag in Stockholm überreicht. Es sind die Auszeichnungen für Literatur, Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften.
Diese Nachricht wurde am 10.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.