Die gegenwärtige Entwicklung sei gefährlich und müsse gestoppt werden, sagte Macron. Die iranische Führung müsse nun in ernsthafte Verhandlungen über ihr Atom- und Raketenprogramm eintreten. Die Bevölkerung müsse frei über ihre Zukunft entscheiden. Auch die britische Regierung erklärte, es dürfe keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt geben. Spaniens Regierungschef Sanchez kritisierte die Angriffe der USA und Israels. Diese trügen zu einer unsichereren und feindseligeren Weltordnung bei.
+++ Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hardt, hat sich für eine Unterstützung Israels durch die Bundesregierung ausgesprochen.
Hardt sagte im Deutschlandfunk, für den Fall, dass Israel durch iranische Gegenschläge in Bedrängnis komme, müsse Deutschland Israel unterstützen. Das sei die oberste Erwartung an die Bundesregierung. Er gehe davon aus, dass die Europäische Union im Laufe des Tages eine gemeinsame Position formulieren werde, sagte der CDU-Politiker weiter.
+++ Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz warnt nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran vor einer gefährlichen Kettenreaktion.
Die militärische Eskalation könne für die Zivilbevölkerung in der Region verheerende Folgen haben, erklärte die Präsidentin der Hilfsorganisation, Spoljaric, in Genf. Nachdrücklich mahnte sie die Einhaltung der Kriegsregeln und des humanitären Völkerrechts an. Dies sei eine Verpflichtung und keine Option. Zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Wohnhäuser und Schulen müssten von Angriffen verschont bleiben. Medizinisches Personal und Ersthelfer müssten ihre Arbeit sicher ausführen können.
+++ Nach Einschätzung unserer Deutschlandfunk-Korrespondentin in den USA, Anne Raith, ist die US-Öffentlichkeit vom Ausmaß des Angriffs überrascht.
Viele Menschen hätten mit gezielten Schlägen gerechnet, um den Iran am Verhandlungstisch zu Ergebnissen zu bringen. Aktuell sehe es aber so aus, das dies kein kurzer, begrenzter Angriff sei. Schließlich habe US-Präsident Trump in seiner Videobotschaft große Kampfhandlungen angekündigt und die amerikanische Bevölkerung darauf eingestellt, dass dabei auch US-amerikanische Soldaten getötet werden könnten. Das haben man so von ihm zuvor noch nicht gehört.
Der Deutschlandfunk berichtet in seinem laufenden Programm und in weiteren Sondersendungen über die Ereignisse. Die Sondersendung von 12Uhr können Sie hier nachhören.
+++ Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 40 Schülerinnen ums Leben gekommen.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan unweit der Küste am Persischen Golf, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur. Die Schule sei ein direktes Ziel des Angriffs gewesen. Die Rettungsarbeiten seien im Gang. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
+++ Die Spitzen der Europäischen Union haben alle Beteiligten der Angriffe im Nahen Osten zu maximaler Zurückhaltung aufgefordert.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa sagten in einer gemeinsamen Erklärung, die Entwicklungen seien äußerst besorgniserregend. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas hatte zuvor erklärt, die EU-Marine-Mission "Aspides" im Roten Meer befinde sich in hoher Alarmbereitschaft und stehe bereit, den Seeweg in der Region offen zu halten.
+++ Die USA und Israel versuchen mit ihren Angriffen offenbar auch einen Regimewechsel im Iran voranzutreiben.
Ein Vertreter der israelischen Regierung sagte, die Angriffe richteten sich gezielt gegen den obersten Führer des Landes, Chamenei, und gegen Präsident Peseschkian. US-Präsident Trump hatte in seiner Videansprache zuvor die Menschen im Iran ausdrücklich dazu aufgerufen, die Macht zu übernehmen. An das iranische Volk gewandt sagte er: "Eure Zeit für die Freiheit ist gekommen." Wenn die USA mit ihrem Einsatz fertig seien, sollten die Menschen die Chance ergreifen. Die Gelegenheit werde nicht so schnell wiederkommen.
+++ Mehrere arabische Golfstaaten sind nach eigenen Angaben Ziel iranischer Raketenangriffe geworden.
In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde staatlichen Medien zufolge ein Mensch getötet. Kuwait, Katar, die Emirate und Jordanien teilen mit, iranische Raketen abgefangen zu haben. In Bahrain wurde nach Behördenangaben ein Servicezentrum der Fünften US-Flotte getroffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklären, die Operation werde unerbittlich fortgesetzt.
+++ Die Bundesregierung beruft den Krisenstab ein.
Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte, wurde das Treffen für 12 Uhr angesetzt. Das Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Außenminister Wadephul sagte, man beobachte die aktuelle Situation genau.
+++ Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt.
Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer "Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners", wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging.
+++ Zahlreiche Fluggesellschaften haben aufgrund der Angriffe Flüge in den Nahen Osten abgesagt.
Ein Sprecher der Lufthansa sagte, der Flugverkehr von und nach Dubai sei heute und morgen unterbrochen. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen. Ähnlich reagieren Fluggesellschaften wie Virgin Atlantic, Air Arabia und Wizz Air. Momentan ist der Luftraum über Israel, dem Iran und dem Irak ohnehin für den zivilen Luftverkehr geschlossen.
+++ Die USA beteiligen sich an dem Angriff auf den Iran.
Das bestätigte US-Präsident Trump in einer Videobotschaft. Er sagte, das US-Militär habe einen "großen Kampfeinsatz" im Iran begonnen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen bauen könne. Man werde sowohl die Raketen als auch die Raketenindustrie des Landes zerstören. Gleichzeitig forderte Trump die Menschen im Iran dazu auf, die derzeitige Regierung zu stürzen.
+++ Israel hat Luftangriffe gegen den Iran gestartet.
Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem "Präventivschlag", um Bedrohungen für Israel zu beseitigen. Weitere Einzelheiten gab der Minister zunächst nicht bekannt.
Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
