Trump sagte dem US-amerikanischen TV-Sender CBS News, man werde „sehr hart“ reagieren. Näher führte Trump seine Drohung nicht aus. Die iranische Justiz hatte zuvor die ersten Protestteilnehmer vor Gericht gestellt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnte, dass bereits heute das erste Todesurteil vollstreckt werden könnte. „Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln“, sagte Trump.
+++ Die USA fordern ihre Landsleute auf, den Iran umgehend zu verlassen.
Laut einer Reisewarnung aus dem US-Außenministerium sollten Amerikaner den Landweg in Richtung Türkei oder Armenien nutzen. Fluggesellschaften beschränkten weiterhin Flüge von und nach Iran, einige hätten ihren Betrieb ganz eingestellt. Die Proteste im Iran könnten weiter eskalieren und in Gewalt umschlagen, hieß es weiter.
+++ Der Satelliten-Internetanbieter Starlink bietet im Iran seinen Dienst nun offenbar kostenlos an.
Das teilten Aktivisten der Nachrichtenagentur AP mit. Mehdi Jahjanedschad, ein in Los Angeles ansässiger Aktivist, der dabei geholfen hat, die Geräte in den Iran zu bringen, sagte der AP, dass der kostenlose Dienst bereits gestartet und vollständig funktionsfähig sei. Auch andere Aktivisten bestätigten online in Nachrichten, dass der Dienst kostenlos verfügbar sei. Seit die iranischen Behörden infolge der landesweiten Proteste am Donnerstagabend das Internet abgeschaltet hatten, ist Starlink der einzige Weg für Iraner, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Starlink selbst bestätigte die Entscheidung zunächst nicht.
+++ Nahost-Forum fordert von Merz Ausweisung des iranischen Botschafters
Nahostexperten haben die sofortige Ausweisung des iranischen Botschafters aus Deutschland gefordert. Zugleich sei unverzüglich der deutsche Botschafter abzuziehen, teilte die Denkfabrik Mideast Freedom Forum Berlin angesichts der Gewalt gegen Demonstranten mit. Direktor Spaney sagte, das iranische Regime habe keine Legitimität mehr. Auch Bundeskanzler Merz habe öffentlich erklärt, dass das iranische Regime am Ende sei. Jetzt müssten diesen Worten konkrete politische Konsequenzen folgen.
Dienstag, 13. Januar 2026
+++ US-Präsident Trump hat die Bevölkerung im Iran aufgerufen, die Proteste gegen das Regime fortzusetzen.
Trump schrieb in seinem sozialen Netzwerk Truth Social, die Menschen sollten die Institutionen in ihrem Land übernehmen. Trump erklärte, Hilfe sei unterwegs, ohne dies näher zu erläutern. Die Menschen sollten sich die Namen der Täter merken – diese würden einen hohen Preis zahlen.
+++ Deutschland bestellt iranischen Botschafter ein.
Das Auswärtige Amt in Berlin hat aus Protest gegen das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten im Iran den iranischen Botschafter einbestellt. Das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung sei schockierend, erklärte das Amt. Man fordere Iran nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die eigenen Bürgerinnen und Bürger zu beenden und ihre Rechte zu achten.
Auch Frankreich, Großbritannien und weitere Länder bestellten die iranischen Botschafter ein. Die französische Regierung verurteile mit diesem Schritt die Staatsgewalt, die blindlings gegen friedliche Demonstranten ausgeübt werde, sagte Außenminister Barrot vor den Abgeordneten der Nationalversammlung in Paris. Die britische Außenministerin Cooper zeigte sich beunruhigt, dass die bislang verfügbaren Berichte das Ausmaß des Grauens noch unterschätzten.
+++ Die Angaben über die Zahl der getöteten Demonstranten im Iran gehen stark auseinander.
Menschenrechtler beziffern die Zahl der Toten seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember auf mehr als 600. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf iranische Behördenvertreter rund 2.000 Todesopfer; der iranische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten. Das Medium beruft sich unter anderem auf Quellen mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden, dem Nationalen Sicherheitsrat sowie dem Büro des Präsidenten im Iran. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
