Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung der Organisation in der Islamischen Republik. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen. In einer Analyse der in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute heißt es, bislang seien mehr als 2.000 Ziele attackiert worden
+++ Der frühere deutsche Botschafter in den USA, Wittig, sieht eine Kehrwende in der Politik des US-Präsidenten Trump in dessen zweiter Amtszeit.
In seiner ersten Phase im Weißen Haus habe Trump militärische Verwicklungen gescheut. Inzwischen sei aus dem selbsternannten Friedenspräsidenten "fast ein Kriegspräsident" geworden, sagte Wittig im Deutschlandfunk. Innerhalb der laufenden Amtszeit habe Trump "bereits acht Militäraktionen angeordnet". Die jüngsten Angriffe auf den Iran seien gerechtfertigt, auch wenn sie durch das Völkerrecht nicht gedeckt würden. Denn die Islamische Republik unterdrücke die eigenen Bevölkerung grausam und bedrohe andere Staaten, vor allem Israel. Ein atomar bewaffneter Iran sei "immer eine Albtraumvorstellung" gewesen, betonte der Ex-Diplomat.
+++ Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt.
Alle Besatzungsmitglieder hätten verletzt überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Die Ursache des Absturzes werde derzeit untersucht. Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait beschossen. In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag, rief jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben.
+++ Außenminister Wadephul hat mit Blick auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran erhebliche völkerrechtliche Fragen eingeräumt.
Zugleich müsse man berücksichtigen, dass die iranische Staatsführung Russland, die Hisbollah im Südlibanon, die Hamas im Gazastreifen und die Huthi-Miliz im Jemen unterstützt habe, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Der Iran habe sich zudem den Staatsauftrag gegeben, Israel auszulöschen. Mit Blick auf die Rechtfertigung eines Präventivschlags sagte der CDU-Politiker, dass es im Iran ein erhebliches ballistisches Raketenprogramm gebe. Deutschland werde sich an den militärischen Aktionen indes nicht beteiligen.
+++ Israels Luftwaffe hat in der Nacht neue Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.
Auch das mit Israel verbündete US-Militär will seine Attacken im Iran fortsetzen. Der Iran feuerte nach Angaben des israelischen Militärs seinerseits erneut Raketen auf Israel ab. Unter anderem in Tel Aviv gab es Luftalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen.
+++ Irans Sicherheitsratschef Laridschani hat jegliche Gespräche mit den Vereinigten Staaten abgelehnt.
"Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, mit Washington Kontakt aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Trump vor, die Region "ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
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Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
