Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigt US-Generalstabschef Dan Caine an. Er begründet dies damit, dass der Iran im Verlauf des Krieges weniger Raketen und Drohnen abfeuere. Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Irans und seine Marine angegriffen.
+++ Die USA haben nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas versenkt.
Verteidigungsminister Hegseth teilte mit, ein amerikanisches U-Boot habe die Fregatte angegriffen. Zuvor hatte es bereits Berichte über eine Explosion auf dem Schiff gegeben. Das Außenministerium in Sri Lanka teilte mit, dass mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet worden seien. Die Marine Sri Lankas erklärte, sie habe 32 Menschen gerettet. Insgesamt hätten sich 180 Personen an Bord der Fregatte "Iris Dena" befunden. Das Schiff der iranischen Marine ist unter anderem mit Boden-Luft-Raketen und Torpedos bewaffnet.
+++ Der Krieg gegen den Iran wird teuer für die israelische Wirtschaft.
Nach Schätzung des Finanzministeriums dürfte er wöchentlich mehr als neun Milliarden Schekel (2,5 Milliarden Euro) kosten. Grundlage dieser Schätzung sind die derzeit geltenden Beschränkungen durch den Zivilschutz. Diese sehen unter anderem Einschränkungen im Berufsleben, Schulschließungen, das Verbot von Versammlungen und die Mobilisierung von Reservisten vor.
+++ Im Zuge des Kriegs mit dem Iran geraten iranisch-kurdische Gruppen im benachbarten Irak zunehmend ins Visier Teherans.
Die irakische Partei der Freiheit Kurdistans (PAK), eine Partei iranischer Kurden, meldete einen Angriff mit Raketen und Drohnen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe. Schon vor einigen Tagen hatte ein PAK-Sprecher dem Nachrichtensender Alhurra von iranischen Drohnenangriffen auf Büros von Kurdenparteien im Irak berichtet. Irans Revolutionsgarden stufen viele dieser Gruppen im Irak als "Terrorgruppen" ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge systematisch unterdrückt und verfolgt.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Flughafen Mehrabad in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.
Es seien dort "Verteidigungs- und Aufklärungssysteme" der iranischen Führung außer Gefecht gesetzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Diese hätten eine Bedrohung für Flugzeuge der israelischen Luftwaffe dargestellt.
Der Flughafen Mehrabad wird vor allem für Inlandsflüge genutzt. Er verfügt über einen militärischen Teil und dient als Basis der Regierungsflotte. Der internationale Flughafen befindet sich rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt.
+++ In Israel ist der Großraum Tel Aviv parallel mit Raketen aus dem Iran und aus dem Libanon angegriffen worden.
Dies bestätigte ein israelischer Armeesprecher. Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Die Polizei teilte mit, es seien in mehreren Gebieten in Tel Aviv Raketentrümmer niedergegangen. Zuvor hatte die israelische Armee erklärt, eine weitere Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran geflogen zu haben. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet über eine Rauchwolke, die im Nordosten der Stadt aufgestiegen sei sowie Militärflugzeuge am Himmel.
+++ Die Luftabwehr der NATO hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen.
Das Geschoss sei gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreicht habe, hieß es vom Verteidigungsministerium in Ankara. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Irrläufer handelte oder das Geschoss absichtlich in Richtung Türkei abgefeuert worden war.
+++ Nahe dem iranischen Atomtechnologiezentrum Isfahan sind der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge zwei Gebäude beschädigt worden.
Es seien aber keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde, und es bestehe daher auch aktuell kein Strahlungsrisiko, teilte die IAEA mit Sitz in Wien auf der Onlineplattform X mit. Behördenchef Grossi wiederholte jedoch seinen Aufruf an die Kriegsparteien, maximale Zurückhaltung zu üben, um einen Atomunfall zu verhindern. Die IAEA geht davon aus, dass hoch angereichertes Uran unterirdisch in Isfahan gelagert wird, wie aus dem jüngsten Iran-Bericht der Organisation hervorging.
+++ Bundeswirtschaftsministerin Reiche sieht derzeit ungeachtet des Iran-Kriegs keine Knappheit bei Öl und Gas.
Es gebe zwar Preisausschläge an den Märkten, aber kein Mengenproblem, sagte die CDU-Politikerin in München. Die Bundesregierung habe Instrumente, es gebe aber noch keinen Anlass, sie einzusetzen. Die Mineralölfirmen haben die Preise seit Ausbruch des Irankriegs deutlich angehoben. So wurden für den Liter Diesel beispielsweise heute früh nach Angaben des ADAC bundesweit durchschnittlich mehr als zwei Euro verlangt.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
