Ein Schwerverletzter sei in ein Krankenhaus in Beirut gebracht worden, erklärte die Beobachtermission der Vereinten Nationen. Zuvor hatte es unter Berufung auf Sicherheitskreise geheißen, dass der Unifil-Posten im Südwesten des Libanon unter israelischen Beschuss geraten sei. Israels Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen. Unifil machte geltend, dass jeder Angriff auf ihre Truppen einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht darstelle.
Im Libanon fliehen wegen der Kämpfe erneut massenhaft Menschen vor allem aus dem Süden des Landes. Menschenrechtsorganisationen rechnen mit Hunderttausenden Flüchtlingen.
+++ Israel ist nach Armeeangaben erneut mit Raketen aus dem Iran angegriffen worden.
Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär mit. Bereits in der Nacht hatte die Armee wiederholt Attacken der Islamischen Republik gemeldet. Israels Luftwaffe flog ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von Bränden am internationalem Flughafen Mehrabad. US-Finanzminister Bessent sprach im Interview mit dem Sender "Fox Business" vom "schwersten Bombardement" seit Beginn des Krieges. Ziele seien iranische Raketenabschussrampen und Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden.
+++ Die US-Regierung hat inmitten des Iran-Kriegs neue Waffenverkäufe an Israel gebilligt.
Der Rüstungsgeschäft im Umfang von 151 Millionen Dollar (rund 130 Millionen Euro) umfasst 12.000 Bomben, wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Demnach stellte Außenminister Rubio eine besondere Dringlichkeit der Waffenverkäufe fest und verzichtete auf den üblichen Prüfungsprozess durch den Kongress.
+++ Iran meldet mindestens 1.332 ums Leben gekommene Zivilisten.
Tausende weitere seien verletzt worden, sagte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Iravani, in New York. Der Diplomat behauptete, die USA und Israel hätten gezielt zivile Infrastruktur angegriffen, während der Iran ausschließlich militärische Ziel beschossen habe. Iravani prangerte zudem Forderungen von US-Präsident Trump an, wonach dieser bei der Nachfolgeregelung des getöteten obersten iranischen Führers Chamenei mitbestimmen wolle. Diese Äußerungen seien ein klarer Verstoß gegen die Grundsätze der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten, welche in der UNO-Charta verankert seien, erklärte Iravani.
+++ Katar hat die teilweise Wiederöffnung seines Luftraums angekündigt.
Der Flugverkehr über Katar könne über genau festgelegte Routen und in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen werden, erklärte die Flugaufsichtsbehörde. Dazu gehöre zunächst eine begrenzte Zahl von Flügen zur Rückholung gestrandeter Passagiere sowie Transportflüge. Qatar Airways kündigte für heute Verbindungen nach Frankfurt am Main, London, Paris, Madrid und Rom an. Mitgenommen würden bevorzugt Familien, ältere Menschen und solche mit dringendem medizinischen Behandlungsbedarf. Ob in den kommenden Tagen weitere Flüge stattfinden könnten, hänge von der Sicherheitslage ab, hieß es weiter. Diese werde laufend überprüft. Tausende Reisende aus aller Welt sitzen derzeit in der Golfregion fest, weil der Flugbetrieb wegen des Irankriegs eingestellt wurde.
+++ Saudi-Arabien hat nach Behördenangaben einen Drohnenangriff des Irans auf das riesige Ölfeld Schaiba abgewehrt.
Es seien mehrere Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Wie die saudische Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher berichtete, wurde zudem erneut eine auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan abgefeuerte ballistischen Rakete abgefangen. Erst vor wenigen Tagen war in Saudi-Arabien eine Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Ras Tanura im Osten des Landes mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.
+++ US-Präsident Trump hat Verhandlungen mit der iranischen Führung über ein Kriegsende ausgeschlossen.
Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, es werde kein Abkommen geben. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" des Irans hinauslaufen. Erst nach einem solchen Schritt und der Auswahl einer "großartigen und akzeptablen" neuen iranischen Führung würden die USA und ihre Verbündeten daran arbeiten, das Land "vom Rande der Zerstörung zurückzuholen". Man werde sich dann auch für eine Stärkung der iranischen Wirtschaft einsetzen. Am vergangenen Sonntag kurz nach dem Beginn der US-Angriffe auf den Iran und der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Chamenei - hatte Trump sich noch grundsätzlich für Verhandlungen bereit gezeigt.
Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
