In den kommenden Tagen würden die Aktionen intensiver und umfangreicher sein, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das Kommando-Hauptquartier. Zugleich berichtete das iranische Militär über Drohnenangriffe auf eine Radarstation in Israel und einen Luftwaffenstützpunkt. Zudem seien US-Basen in Kuwait sowie im irakischen Erbil attackiert worden. Im Iran selbst habe es in der Stadt Schiras im Süden des Landes bei Angriffen mindestens 20 Tote und 30 Verletzte gegeben. Das israelische Militär sprach von einer nächste Phase in dem Krieg, bei der es vor allem um die Zerschlagung des iranischen Regimes gehe. Das US-Militär erklärte am siebten Tag des Krieges, Hauptanliegen sei es jetzt, die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion zu zerstören.
+++ Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen im Iran attackiert.
B-2 Tarnkappenbomber hätten am Morgen Dutzende Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten, Cooper. "Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen", sagte er.
+++ Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad nehmen ihren Betrieb in begrenztem Umfang wieder auf.
Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Ziele zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris. Die Sicherheitslage bleibe jedoch fragil.
+++ Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat der provisorische Führungsrat die Nachfolgefrage erörtert.
Wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht, befasste sich das Gremium damit, eine Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers einzuberufen. Wann dies geschehen wird, ist unklar. Irans Staatsoberhaupt Chamenei - die höchste geistliche und politische Instanz des Landes - war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt sein zweitältester Sohn Modschtaba.
+++ US-Abgeordnete stimmen mehrheitlich gegen Mitspracherecht im Iran-Krieg.
In den USA hat das Repräsentantenhaus dem von Präsident Trump befohlenen Militäreinsatz gegen den Iran vorerst keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung über einen Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, erhielt nicht genug Stimmen. Auch vier oppositionelle Demokraten stimmten dagegen. Ein ähnlicher Antrag war zuvor bereits im Senat an der republikanischen Mehrheit gescheitert.
Nach Auffassung des Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Johnson, befinden sich die USA nicht im Krieg mit dem Iran. Vielmehr führten die amerikanischen Streitkräfte einen Einsatz aus, der in Umfang und Dauer begrenzt sei, argumentierte der Republikaner. Allerdings hatte Trump das Wort "Krieg" im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran selbst bereits verwendet.
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
