Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, die USA würden die Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" nutzen, um den Iran daran zu hindern, Raketen in die Region abzufeuern. Premierminister Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert.
+++ Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, hat in seiner ersten Rede seit Beginn des Nahost-Kriegs die Widerstandsfähigkeit der Emirate betont.
"Wir sind keine leichte Beute", sagte er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Emirate würden ihre Pflicht erfüllen und alle Einwohner
schützen.
schützen.
+++ Irans Justizchef Edschei hat erklärt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen werde, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützten.
Beweise der iranischen Streitkräfte zeigten, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zu Verfügung stehe, sagte Edschei.
+++ Die Arabische Liga plant für morgen eine Krisensitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion.
Die Video-Schalte solle am Mittag stattfinden, sagte der Vize-Generalsekretär Saki dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al-Kahera-News. Die Nachrichtenseite "Al-Ahram" meldete, das Treffen sei auf Gesuch Saudi-Arabiens anberaumt worden. Auch das saudische Staatsfernsehen berichtete darüber. Im Zuge der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran reagiert das Land seit einer Woche mit Angriffen im Nahen Osten auf US-Militärstützpunkte in zahlreichen arabischen Ländern, aber unter anderem auch auf Flughäfen. Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen oft einheitlich äußern, aber eher selten konkrete Schritte beschließen.
+++ Aus mehreren Golf-Staaten werden weitere Angriffe gemeldet.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Man werde aus dem Iran mit Drohnen angegriffen, hieß es. Die Revolutionsgarden im Iran teilten mit, man habe US-Ziele in Bahrain angegriffen - als Vergeltung eines US-Angriffs auf eine Entsalzungsanlage. Aus Doha, der Hauptstadt von Katar, meldete ein Reporter der AFP Explosionen. Details sind noch unklar.
+++ US-Präsident Trump hat mit Angriffen auf Gebiete und Personen gedroht, die bislang keine Ziele gewesen seien.
Auf seiner Internetplattform erklärte Trump, der Iran habe sich "sehr schlecht" verhalten. Es drohe in den Gebieten komplette Zerstörung und sicherer Tod. Nähere Angaben machte er nicht. Außerdem kündigte Trump für den Tagesverlauf intensive Angriffe an. Gestern hatte der US-Präsident den Iran zu einer bedingungslosen Kapitulation aufgerufen.
+++ In mehreren deutschen Städten haben erneut Menschen unter dem Motto "Freiheit für Iran" protestiert.
In Düsseldorf kamen laut Polizei rund 2.500 Menschen zusammen. In Berlin versammelten sich Hunderte am Brandenburger Tor. An beiden Orten waren Anhänger des iranischen Oppositionspolitikers Reza Pahlavi dabei. Er ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Die Menschen erinnerten an die Tausenden von Menschen, die während der Proteste zu Beginn des Jahres im Iran ermordet wurden und an die Tausenden, die noch gefangen gehalten werden. Auch in anderen europäischen Städten gab es heute ähnliche Demonstrationen, etwa in London, Paris und Milan.
+++ Im Persischen Golf sitzen nach Schätzungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation rund 20.000 Seeleute fest.
Generalsekretär Dominguez bezeichnete die Lage als inakzeptabel. Er forderte alle an dem Konflikt beteiligten Parteien auf, Maßnahmen zum Schutz der Seeleute zu ergreifen. Auch die Freiheit der Schifffahrt müsse im Einklang mit dem Völkerrecht gewährleistet bleiben. Dominguez wies auf einen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus hin. Dabei kamen mindestens vier Seeleute ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt.
+++ Nach weiteren Luftangriffen melden iranische Staatsmedien schwere Schäden im ganzen Land.
Betroffen seien unter anderem zwei Kliniken im Südwesten. Den Berichten zufolge war auch der Flughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. In Teheran griff das israelische Militär nach eigenen Angaben mit mehr als 80 Kampfflugzeugen unter anderem ein unterirdisches Raketenlager sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden an. Nach iranischen Angaben wurden bei den neuen israelischen Angriffen mindestens acht Menschen getötet.
+++ Im Krieg mit den USA und Israel hat Irans Präsident Peseschkian Forderungen nach einer Kapitulation eine Absage erteilt.
Peseschkian erklärte im Staatsfernsehen, die Feinde könnten "solche Träume mit ins Grab nehmen". US-Präsident Trump hatte gestern eine bedingungslose Kapitulation des Iran gefordert. Peseschkian gab in seiner Ansprache zudem bekannt, keine Angriffe auf Nachbarstaaten mehr verüben zu wollen - unter der Bedingung, dass von dort wiederum keine Angriffe auf den Iran mehr erfolgten. Dies schließe auch US-Militärbasen dort mit ein. Peseschkian bat die Golfstaaten um Entschuldigung für erfolgte Angriffe. Diese Vorfälle seien das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure gewesen.
Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
