Dlf 05.12.2025
13:45 Uhr

Nach Protesten - Innenministerkonferenz verzichtet auf drastische Maßnahmen für mehr Sicherheit in Fußballstadien


Die Politik verzichtet vorerst auf zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Fußballstadien. Wie die Innenminister nach ihrer Herbstkonferenz in Bremen mitteilten, wird es zunächst keine personalisierten Tickets und keine Gesichtserkennung geben. Die Vereine würden allerdings stärker in die Pflicht genommen.

Nach Protesten - Innenministerkonferenz verzichtet auf drastische Maßnahmen für mehr Sicherheit in Fußballstadien
Laut dem IMK-Vorsitzenden Mäurer sollen die Vereine zum Beispiel mehr und besser qualifiziertes Sicherheitspersonal stellen. Eine unabhängige Kommission werde über Stadionverbote beraten, sagte der SPD-Politiker, der Innensenator von Bremen ist. An Themen wie Pyrotechnik müsse weiterhin "sensibel gearbeitet werden", betonte Mäurer.
In den vergangenen Wochen hatte es Proteste von Fans und Verbänden gegen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegeben, unter anderem mit Stimmungsboykotts der Fans in den ersten 12 Minuten von Fußballspielen. Fans gelten als 12. Spieler einer Mannschaft.
Mäurer sagte, man habe sich auf einen klaren Kurs verständigt. Einige wenige nutzten die Stadien als Bühne für Gewalt und schadeten damit der friedlichen Mehrheit. Dagegen gehe man mit Augenmaß und im Dialog mit allen Beteiligten vor, führte der IMK-Vorsitzende aus.
Diese Nachricht wurde am 05.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.