Dlf 02.01.2026
04:17 Uhr

Nach Brandkatastrophe in der Schweiz - Schwierige Identifizierung der Opfer


Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana sind die Ermittlungen zur Identifizierung der Opfer im Gange. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, sind die Leichen so ⁠stark verbrannt, dass ‌es Tage dauern kann, bis die Namen aller Opfer festgestellt sind. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es weiter.

Nach Brandkatastrophe in der Schweiz - Schwierige Identifizierung der Opfer
In den Flammen waren etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Brand war aus noch ungeklärter Ursache während einer Silvesterfeier in einer Bar in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Berichten zufolge gibt es Hinweise, dass Lärmschutzmaterial durch brennende Wunderkerzen Feuer gefangen haben ⁠könnte. Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.

Staatsoberhaupt bestürzt

Der Schweizer Bundespräsident Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte seines Landes. "Wir sind bestürzt." Er bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte und die Solidarität der Öffentlichkeit. Auch zahlreiche Länder hatten ihre Hilfe angeboten, darunter Italien, Frankreich und Deutschland.
Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, die deutsche Botschaft stehe mit den Schweizer Behörden in engem Kontakt. Bundeskanzler Merz schrieb in einem Kondolenztelegramm an den Schweizer Bundespräsidenten, "ich möchte Ihnen, dem schweizerischen Volk und den betroffenen Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind."

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Schweiz: Viele Fragen offen nach Brandtragödie in Crans-Montana (Audio)
Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.