Dlf 11.09.2026
19:56 Uhr

Nach Angriffen auf Tanker - Greenpeace: Ölteppich breitet sich in Straße von Hormus rasant aus


Nach wiederholten gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans auf Tanker in der Straße von Hormus breitet sich ein Ölteppich aus.

Nach Angriffen auf Tanker - Greenpeace: Ölteppich breitet sich in Straße von Hormus rasant aus
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace teilte mit, die Verschmutzung befinde sich auf der östlichen Seite der Meerenge. Der Ölteppich habe sich innerhalb eines Tages auf etwa 400 Quadratkilometer verdoppelt. Greenpeace stützt sich auf die Auswertung von Satellitenbildern.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, zeigt eine Aufnahme des europäischen Copernicus-Programms vom Mittwoch bräunliche Streifen auf der Wasseroberfläche, etwa zwanzig Kilometer vor der iranischen Küste.
Das Öl könnte von dem Rohöltanker "Riesco" stammen, der zuletzt nahe dem Ausgangspunkt der Verschmutzung geortet wurde. Das US-Militär hatte die "Riesco" und weitere Tanker, die mit dem Iran in Verbindung gebracht werden, nach eigenen Angaben angegriffen.

Öl vor der Küste des Oman - Bergung von Tanker bisher nicht möglich

Mitte August war ein Öltanker der russischen Schattenflotte vor der Küste des Oman im Arabischen Meer auf Grund gelaufen. Die Umstände der Havarie sind unklar. Das Schiff soll rund 100.000 Tonnen Öl geladen haben. Eine Bergung war wegen des schlechten ‌Wetters und der ⁠schwierigen Bedingungen ⁠bisher nicht möglich.
Besonders kritisch für die Umwelt ist es, wenn das Öl auf die Küste trifft. Im August hatte es Berichte über Öl an der zum Iran gehörenden Insel Gheschm gegeben, das Nistplätze von Meeresschildkröten und wichtige Fischgründe bedroht.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.