Dlf 13.02.2026
16:14 Uhr

Münchner Sicherheitskonferenz - Bundeskanzler Merz will Neustart der transatlantischen Beziehungen


Bundeskanzler Merz hat in seiner Rede zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz für ein starkes und selbstbewusstes Europa geworben. Die regelbasierte Ordnung existiere nicht mehr, sagte der Kanzler. Er sprach sich für einen Neustart der transatlantischen Beziehungen aus.

Münchner Sicherheitskonferenz - Bundeskanzler Merz will Neustart der transatlantischen Beziehungen
Unter Verweis auf den russischen Krieg gegen die Ukraine und die veränderte Politik der USA unter Präsident Trump verwies er auf eine - Zitat - "Ära der Großmächte", in der die Freiheit gefährdet sei. Deshalb habe Europa begonnen, seine militärische Stärke auszubauen. Es werde massiv investiert in die Sicherheit innerhalb der NATO.

Kluft zwischen Europa und USA

Merz rief dazu auf, eine neue transatlantische Partnerschaft zu begründen. Sie habe ihre Selbstverständlichkeit verloren, sagte der CDU-Politiker. Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten habe sich eine Kluft aufgetan. Dies habe US-Vizepräsident Vance vor einem Jahr in München sehr offen gesagt und recht damit. Merz betonte, man glaube in Europa weder an den Kulturkampf der MAGA-Bewegung von US-Präsident Trump noch an eine Politik der Zölle oder an den Austritt aus internationalen Verträgen und Organisationen.

Treffen von Merz und Rubio

Im Verlauf des ersten Konferenztages traf Merz US-Außenminister Rubio, um sich über Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs auszutauschen. Rubio habe dabei die starke Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gewürdigt, teilte ein Sprecher seines Ministeriums mit. Zudem sei es um die Koordinierung von Wiederaufbaumaßnahmen gegangen. Von deutscher Seite hieß es, auch die europäische Rolle innerhalb der NATO sei erörtert worden.

Münchner Sicherheitskonferenz bis Sonntag

In München werden bis Sonntag mehr als 60 Staats- und Regierungschefs erwartet. Im Mittelpunkt der Sicherheitskonferenz stehen neben der Krise in den transatlantischen Beziehungen der Iran-Konflikt sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.