Unter Verweis auf den russischen Krieg gegen die Ukraine und die veränderte Politik der USA unter Präsident Trump verwies er auf eine - Zitat - "Ära der Großmächte", in der die Freiheit gefährdet sei. Deshalb habe Europa begonnen, seine militärische Stärke auszubauen. Es werde massiv investiert in die Sicherheit innerhalb der NATO.
Merz betont Kluft zwischen Europa und USA
Merz rief dazu auf, eine neue transatlantische Partnerschaft zu begründen. Sie habe ihre Selbstverständlichkeit verloren, sagte der CDU-Politiker. Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten habe sich eine Kluft aufgetan. Dies habe US-Vizepräsident Vance vor einem Jahr in München sehr offen gesagt und recht damit. Merz betonte, man glaube in Europa weder an den Kulturkampf der MAGA-Bewegung von US-Präsident Trump noch an eine Politik der Zölle oder an den Austritt aus internationalen Verträgen und Organisationen.
Kritik von US-Demokraten an Präsident Trump
Im Zuge der Sicherheitskonferenz meldeten sich auch US-Kritiker von Präsident Trump zu Wort. Der kalifornische Gouverneur Newsom von den Demokraten rief dazu auf, Trump etwas entgegenzusetzen. Zugleich verwies er darauf, dass der republikanische Politiker in drei Jahren Geschichte sei. Die demokratische Kongressabgeordnete Ocasio-Cortez warf der US-Regierung vor, die Welt in ein autoritäres Zeitalter zu führen. Globale Partnerschaften müssten sich dem entgegenstellen. Man befinde sich zwar in einer neuen Zeit. Das bedeute jedoch nicht, dass die Mehrheit der Amerikaner bereit sei, sich von einer regelbasierten Ordnung abzuwenden und das Bekenntnis zur Demokratie aufzugeben, erklärte Ocasio-Cortez.
Münchner Sicherheitskonferenz bis Sonntag
In München werden bis Sonntag mehr als 60 Staats- und Regierungschefs erwartet. Im Mittelpunkt der Sicherheitskonferenz stehen neben der Krise in den transatlantischen Beziehungen der Iran-Konflikt sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
