Dlf 14.02.2026
15:02 Uhr

München - 200.000 Teilnehmer bei Großdemonstration gegen iranische Regierung


Zu der Großdemonstration in München gegen die iranische Regierung haben sich nach Angaben der Polizei mehr als 200.000 Menschen versammelt. Viele haben iranische Fahnen dabei, häufig sind auch Bilder des Exil-Oppositionellen Reza Pahlavi zu sehen, der auch an der Kundgebung teilnahm.

München - 200.000 Teilnehmer bei Großdemonstration gegen iranische Regierung
Harry Kane (links) und seine Kollegen vom FC Bayern wurden am Samstagnachmittag in Bremen nicht wirklich energisch bedrängt. (Foto: RHR-Foto/Imago)
Pahlavi ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Er erklärte, er wolle den Iran für eine Übergangszeit anführen. Andere Redner forderten einen friedlichen, demokratischen Neuanfang im Iran. Die Verantwortlichen der Führung in Teheran müssten für ihre Taten gegen die eigene Bevölkerung verfolgt und bestraft werden.
Pahlavi sagte an US-Präsident Trump gerichtet, die Iraner hätten dessen Worte gehört, dass "Hilfe unterwegs" sei. "Sie vertrauen Ihnen. Helfen Sie ihnen", sagte der 65-Jährige, der seit dem Sturz seines Vaters 1979 nicht mehr in den Iran zurückgekehrt ist. Pahlavi rief im Iran und im Ausland lebende Iraner auf, die Proteste gegen die Führung in Teheran fortzusetzen. Die iranische Opposition ist gespalten und Pahlavi steht wegen seiner Unterstützung für Israel in der Kritik. Zudem distanzierte er sich nie von der autokratischen Herrschaft seines Vaters.

Große Kundgebungen auch in den USA und Kanada

Parallel gibt es heute auch Großkundgebungen in Toronto und Los Angeles. Außerdem gibt es den Aufruf, weltweit gegen die iranische Führung zu demonstrieren. Im Iran hatte es um den Jahreswechsel wochenlange Massenproteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Tausende Menschen wurden getötet oder verletzt. Trump hat US-Flugzeugträger in die Region beordert und droht der Führung in Teheran mit einem militärischen Angriff. Am Freitag bezeichnete der US-Präsident einen Machtwechsel im Iran als scheinbar "das Beste, was passieren könnte".
Washington und Teheran hatten in der vergangenen Woche indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm begonnen. Trump warnte vor "sehr traumatischen" Konsequenzen, sollte der Iran kein neues Atomabkommen akzeptieren. 
Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.