In dem Papier sprechen sie sich für Integrationsschritte bereits vor einer Vollmitgliedschaft aus, um Anreize für Reformen zu schaffen. Werden bestimmte Kriterien erfüllt, sollen ein privilegierter Zugang zum Binnenmarkt und die Entsendung von Beobachtern in EU-Institutionen möglich sein.
Der UNO-Beauftragte für Bosnien und Herzegowina, Schmidt, begrüßte ein solches Vorgehen. Er sagte im Deutschlandfunk, bislang habe man beim EU-Beitritt immer nach dem Prinzip ”100 Prozent oder gar nichts” gearbeitet. Stattdessen müsse man stufenweise vorgehen und könne zum Beispiel jungen Start-Ups den Weg zum Binnenmarkt öffnen. Grundsätzlich gehe es darum, die Menschen auf dem Westbalkan zu gewinnen - und hier sei die EU kommunikativ "stark verbesserungsbedürftig".
Aus dem Deutschlandfunk-Programm:
Westbalkangipfel – Der Kanzler kommt mit Angeboten (Audio)
Westbalkangipfel – Warum Montenegro und Albanien Klassenbeste sind (Audio)
Westbalkangipfel in Tivat: Gibt es Fortschritt im Hinblick auf die EU-Mitgliedschaft für „die anderen Staaten“? (Audio)
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
