Dlf 05.02.2026
10:11 Uhr

Mobilität - Reformpläne für Führerschein lassen Anmeldungen in Fahrschulen einbrechen


Die von Bundesverkehrsminister Schnieder in Aussicht gestellte Kostensenkung beim Führerschein führt offenbar zu deutlich weniger Anmeldungen in Fahrschulen.

Mobilität - Reformpläne für Führerschein lassen Anmeldungen in Fahrschulen einbrechen
Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Fahrlehrerverbänden ergab, verzeichnen Fahrschulen Rückgänge um bis zu 70 Prozent. Vor allem in Großstädten gibt es deutlich weniger Anmeldungen. Auf dem Land fallen die Anmelderückgänge geringer aus, wohl weil dort mehr Menschen auf den Führerschein angewiesen sind. Laut dem Landesverband der hessischen Fahrlehrer sehen sich inzwischen einige Fahrschulen gezwungen, Personal einzusparen, Arbeitszeiten zu reduzieren oder den Fuhrpark zu verkleinern.
Eine Fahrausbildung kostet in Deutschland im Schnitt 3.400 Euro. Fahrlehrerverbände führen vor allem eine längere Ausbildungszeit als früher, hohe Steuern sowie gestiegene Personal- und Betriebskosten als Faktoren an.
Schnieder hatte im Oktober angekündigt, die Kosten zu senken. Angedacht sind etwa der Einsatz von Fahrsimulatoren sowie weniger verpflichtende Sonderfahrten. Die Pläne sollen frühestens Anfang 2027 in Kraft treten.
Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.