Haseloff hatte Berichten zufolge angeboten, sein Amt vorzeitig zugunsten von Schulze abzugeben, der auch Spitzenkandidat der Christdemokraten ist. Der Schritt soll Schulze ermöglichen, vor der Landtagswahl am 6. September die Regierung zu führen, bekannter zu werden und sich einen Amtsbonus aufbauen zu können. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die AfD bei der Wahl im September erstmals in einem Bundesland an die Macht kommen könnte. In Wahlumfragen im vergangenen Jahr lag die AfD in Sachsen-Anhalt mit um die 40 Prozent teils deutlich vor der CDU mit 26 bis 27 Prozent.
Die CDU berät heute auch mit ihren Koalitionspartnern in Sachsen-Anhalt, SPD und FDP, über den möglichen Rückzug von Haseloff. Die vorzeitige Ablösung eines Ministerpräsidenten, der nicht noch einmal zu einer Wahl antritt, kommt in den Bundesländern regelmäßig vor.
Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
