Dlf 07.09.2026
03:02 Uhr

Landtagswahl - Reaktionen der Landespolitik in Sachsen-Anhalt


Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Wahlsieger und AfD-Spitzenkandidat Siegmund erklärt, keine Kompromisse für eine Koalition eingehen zu wollen. Seine Partei wolle ihre Werte und Ziele nicht für Machtspielchen aufgeben, sagte Siegmund im ZDF. Eine Zusammenarbeit könne es nur mit denen geben, die den AfD-Anspruch eines Politikwandels mittrügen.

Landtagswahl - Reaktionen der Landespolitik in Sachsen-Anhalt
Der amtierende CDU-Ministerpräsident Schulze nannte das Ergebnis seiner Partei im MDR niederschmetternd. Er gehe nicht von Abweichlern in seiner Fraktion zugunsten der AfD aus. Die BSW-Spitzenkandidatin Wittig zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD, bekräftigte aber die Forderung ihrer Partei nach einem überparteilichen Ministerpräsidenten.
Die Grünen-Spitzenkandidatin Sziborra-Seidlitz erklärte im ARD-Fernsehen, eine mögliche AfD-Regierung mache vielen Menschen Angst, etwa solchen mit Migrationshintergrund, Frauen oder in der queeren Gemeinschaft. Die SPD-Landesvorsitzende Kleemann sagte vor Anhängern, das sei keine leichte Situation für die Demokratie. Das Bundesland sei zu schön, um es der AfD zu überlassen. Die Linken-Spitzenkandidatin von Angern sprach von einem schwarzen Tag für Sachsen-Anhalt. Die FDP-Landesvorsitzende Hüskens kündigte nach dem Ausscheiden ihrer Partei aus dem Landtag ihren Rücktritt an.
Weitere Meldungen und Grafiken zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt finden Sie in unserem Newsblog.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Der Politikpodcast: Sachsen-Anhalt hat gewählt – und jetzt?
Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.