Der Kompromiss sieht nun vor, dass es sich um eine einmalige Kürzung ohne Auswirkung auf die Finanzausstattung der Kliniken für die Folgejahre handelt. Thüringens Gesundheitsministerin Schenk lobte die Entscheidung. Man könne keine Krankenhausreform vorantreiben, während gleichzeitig neue Finanzierungslücken aufgerissen würden, so Schenk. Eine nachhaltige Schädigung der Kliniken sei abgewendet.
Der Bundesrat hatte das im sogenannten Pflegekompetenzgesetz enthaltene Sparpaket in Höhe von zwei Milliarden Euro Ende November gestoppt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Die Länder kritisierten dabei, dass die Einsparungen die Krankenhäuser unverhältnismäßig stark belasteten und diesen dann benötigtes Geld fehle. Für die Krankenhausfinanzierung sind die Länder zuständig.
Grund für das Paket ist die schlechte finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen. Mehrere Kassen hatten deshalb bereits eine Erhöhung der Zusatzbeiträge nach dem Jahreswechsel angekündigt - über den für kommendes Jahr vereinbarten Durchschnittswert von 2,9 Prozent hinaus.
Im Detail geplant sind Einsparungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bei den Kliniken sowie jeweils 100 Millionen Euro beim Innovationsfonds der gesetzlichen Krankenversicherung sowie bei den Verwaltungskosten der Krankenkassen. Bundestag und Bundesrat sollen nun morgen abschließend über das Sparpaket in Höhe von zwei Milliarden Euro entscheiden.
Diese Nachricht wurde am 18.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
