Dlf 24.02.2026
09:00 Uhr

Jahrestag der russischen Invasion - Verteidigungsminister Pistorius: Ukrainer haben "unglaublichen Durchhaltewillen"


Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion sieht Bundesverteidigungsminister Pistorius die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen. Der Krieg sei ein Abnutzungskrieg geworden, von dem in absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten sei, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.

Jahrestag der russischen Invasion - Verteidigungsminister Pistorius: Ukrainer haben
Ein Frieden durch Verhandlungen könne aber nur durch Stärke erreicht werden. Pistorius verwies auf eine zunehmend schwierige wirtschaftliche Situation Russlands und sagte, jetzt sei der Zeitpunkt, erst recht Kurs zu halten. Pistorius sprach von einem ”unglaublichen Durchhaltewillen” der Ukrainer. Das zeige, dass eine resiliente Gesellschaft sich nicht einfach überrennen lasse.

Mayer (CSU): Putin versteht nur Sprache der Härte

Der CSU-Außenpolitiker Mayer plädierte im Deutschlandfunk dafür, bei der Unterstützung der Ukraine nicht nachzulassen. Dies sei mit Blick auf einen zukünftigen Waffenstillstand entscheidend, sagte Mayer. Er sei der festen Überzeugung, dass der russische Präsident Putin nur die Sprache der Härte und Geschlossenheit verstehe. Putin habe sich bei seiner Entscheidung für eine Invasion in zweierlei Hinsicht massiv verkalkuliert. Er habe weder damit gerechnet, dass sich die Ukraine so standhaft wehre - noch damit, dass Europa so geschlossen an ihrer Seite stehe, erklärte der Bundestagsabgeordnete.
Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte in einer Fernsehansprache, Putin habe seine Ziele nicht erreicht. Er habe das ukrainische Volk nicht gebrochen.
Zur zentralen Gedenkfeier halten sich EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und EU-Ratspräsident Costa in Kiew auf. Frankreichs Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer wollen in einer Videokonferenz mit Vertretern der sogenannten "Koalition der Willigen" über die weitere Unterstützung für die Ukraine beraten.
Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.