Kermani sagte im Deutschlandfunk, er befürchte, dass die USA das Land blind bombardierten und es danach noch schlimmer werde. Mit Blick auf die Gräueltaten des Regimes an Zehntausenden seiner Gegner kritisierte der Publizist, man habe die Mittel des internationalen Rechts nicht ausreichend genutzt. Der Westen habe die Verbrechen zu lange geduldet. Dabei sei die rechtliche Aufarbeitung des Massakers ein Hebel, um die Führung in Teheran unter Druck zu setzen. Die Angriffe auf den Iran wiederum bezeichnete Kermani als Bruch des Völkerrechts. In dem Zusammenhang kritisierte er auch einen leichtfertigen Umgang der Bundesregierung mit selbigem. Der SPD-Politiker Mützenich forderte Bundeskanzler Merz auf, bei seinem heutigen Treffen mit US-Präsident Trump in Washington das Völkerrecht zu thematisieren. Es sei die Haltelinie der internationalen Ordnung. Eine andere Richtschnur gebe es nicht.
Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
