Dlf 04.01.2026
01:13 Uhr

Im Westen des Landes - Weitere Tote bei Protesten im Iran


Bei den Protesten im Iran sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gestern mindestens vier Menschen getötet worden.

Im Westen des Landes - Weitere Tote bei Protesten im Iran
Zum anderen solle die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Unruhen unterdrückt werden. Das Regime hatte diese Maßnahme in der Vergangenheit schon mehrfach angewandt.
Die vor allem von einer Wirtschaftskrise ausgelösten landesweiten Proteste dauern inzwischen seit gut einer Woche an. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden dabei gestern mindestens vier Menschen getötet. Mitglieder der Revolutionsgarden hätten in Malekschahi im Westen des Landes auf Demonstranten geschossen, hieß es. Zudem gebe es Dutzende Verletzte. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur "Mehr" berichtet, bei Zusammenstößen sei ein Mitglied der Revolutionsgarden getötet worden. Sie meldete zudem den Tod eines Mitglieds einer paramilitärischen Miliz bei einer Demonstration. 
Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Chamenei, äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit der Bürger. Es sei vollkommen berechtigt, dass Ladenbesitzer wegen der schlechten Wirtschaftslage protestierten. Man arbeite daran, das Problem zu lösen, unterstrich Chamenei. Zugleich drohte er Demonstranten mit einer harten Reaktion. Aufrührer müssten in die Schranken gewiesen werden. Die landesweiten Proteste richten sich gegen steigende Lebenshaltungskosten, aber auch gegen die autoritäre Führung des Landes.
Diese Nachricht wurde am 04.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.