Nach Angaben der Organisatoren sind Hunderttausende landesweit auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die Bildungspolitik und hohe Lebenshaltungskosten. In Paris setzten Demonstranten Autos in Brand und zertrümmerten Schaufenster. In Lyon wurde das Tourismusbüro angezündet, in Marseille das Rathaus beschädigt und Geschäfte geplündert. In Avignon drangen Randalierer in den Innenhof der Präfektur ein. Die Polizei ging mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor. Das Innenministerium meldete Hunderte Festnahmen.
Premierminister Lecornu machte extreme Linke und Kriminelle für die Eskalation verantwortlich. Präsident Macron erklärte am Abend, Gewalt habe in Frankreich keinen Platz.
Auch in anderen europäischen Ländern kam es zu Protesten: In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gingen Zehntausende gegen die Wohnungskrise auf die Straße. In der belgischen Hauptstadt Brüssel demonstrierten vor allem junge Menschen gegen steigende Kosten für Bildung, in Albanien forderten Studenten den Rücktritt von Ministerpräsident Rama.
Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
