Dlf 18.02.2026
04:48 Uhr

Hausärzteverband - Kritik an elektronischer Patientenakte: "nur eingeschränkt praxistauglich"


Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband zieht sieben Wochen nach Einführung der elektronischen Patientenakte eine kritische Bilanz. Laut dem Bundesvorsitzenden Beier haben sich die allerwenigsten Patienten ihre ePA seit Anfang Januar angeschaut. Das liege vor allem an einem absurd komplizierten Registrierungsprozess.

Hausärzteverband - Kritik an elektronischer Patientenakte:
So könnte der neue Kampfjet aussehen. (Foto: Benoit Tessier/POOL Reuters/AP/)
Dieser lasse selbst digital affine Menschen irgendwann frustriert aufgeben, sagte Beier der Funke Mediengruppe. Auch wüssten viele gar nicht, dass sie eine ePA besitzen. Für die Praxen wiederum gebe es Probleme mit dem zugrundeliegenden Telematik-Netzwerk, in dem es immer wieder zu massiven Störungen und Ausfällen komme.

Verbraucherschützer fordern Weiterentwicklung im Sinne der Patienten

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte, die ePA müsse zügig im Sinne der Versicherten weiterentwickelt werden. Es fehlten zentrale Funktionen wie digitale Impf- oder Bonushefte. Laut einer repräsentativen Umfrage verwalten 71 Prozent der Versicherten ihre ePA nicht aktiv. Neun Prozent hätten sie löschen lassen.
Inzwischen haben rund 70 Millionen Versicherte von ihrer Krankenkasse eine elektronische Patientenakte angelegt bekommen. Seit Oktober sind Praxen und Kliniken verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen.

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Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.