Dlf 25.12.2025
08:03 Uhr

Hass im Internet - "Hate Aid" wehrt sich gegen US-Vorwürfe: Man werde sich von Washington nicht einschüchtern lassen


Die deutsche Beratungsstelle "Hate Aid", die sich gegen Hass im Internet einsetzt, wehrt sich gegen die Vorwürfe aus den USA.

Hass im Internet -
Die Einreisesperre zeige, dass man einen Nerv getroffen habe, sagte Geschäftsführerin von Hodenberg dem "Spiegel". Hier gehe es um mächtige ökonomische Interessen von Plattformen, denen die EU-Gesetzgebung viel Geld koste. Zudem habe man es mit einer US-Regierung zu tun, die das Internet nutze, um politische Gegner einzuschüchtern. Mit-Geschäftsführerin Ballon betonte, man lasse sich nicht einschüchtern. Sie befürchte jedoch, dass weitere Organisationen mit ähnlichen US-Reaktionen rechnen müssten.
Die Trump-Regierung hatte Einreiseverbote gegen die beiden sowie drei andere Europäer verhängt – angeblich wegen Zensur von US-Plattformen. Washingtons Vorgehen stieß in Deutschland und Europa auf heftige Kritik. Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter forderte die Einbestellung des Botschafters. Auch Bundestagsvizepräsident Nouripour (Grüne) hatte dies verlangt. HateAid bietet Menschen, die im Internet diskriminiert, beleidigt, bedroht oder angegriffen werden, psychologische und rechtliche Unterstützung an. Im Oktober wurde Hodenberg für ihre Arbeit mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 25.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.