Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und Indien angekurbelt werden. Die EU teilte mit, es werde erwartet, dass das Abkommen bis 2032 zu einer Verdoppelung der EU-Exporte nach Indien führen werde. Ziel ist es auch, Arbeitsplätze zu schaffen und zugleich unerwünschte Abhängigkeiten von anderen Staaten zu reduzieren. Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und dem zunehmenden Machtstreben Chinas gilt das Abkommen zudem als geopolitisch bedeutsamer Schritt.
Von der Leyen sagte, man schaffe eine Freihandelszone mit zwei Milliarden Menschen, von der beide Seiten wirtschaftlich profitierten. Zudem sende man das Signal in die Welt, dass regelbasierte Zusammenarbeit weiterhin hervorragende Ergebnisse liefere. "Die EU und Indien schreiben heute Geschichte", betonte die Kommissionpräsidentin.
Das Abkommen sieht nach Angaben aus Brüssel eine Senkung fast aller Zölle auf Produkte aus der EU vor - vor allem aber auf Autos und Lebensmittel. So sollen etwa die indischen Zölle auf Autos schrittweise von 110 auf zehn Prozent reduziert werden.
Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
