Selenskyj sagte auf der Münchner Sicherheitskonferenz, zu oft forderten die USA Zugeständnisse nur von der Ukraine, nicht aber von Russland. Er hoffe dennoch, dass das trilaterale Treffen am Dienstag und Mittwoch in Genf ernsthaft und substanziell verlaufe. Die ukrainische Regierung erwarte Kompromissbereitschaft auch vom Kreml.
Selenskyj beklagte, dass Material für die ukrainische Luftverteidigung oft zu spät komme. Manchmal stünden neue Raketen für die Abwehrsysteme Patriot oder Nasams erst kurz vor einem Angriff zur Verfügung. Sie werden von Deutschland und Norwegen geliefert.
Selenskyj stellte erneut Wahlen in seinem Land in Aussicht. Voraussetzung dafür sei aber eine zweimonatige Waffenruhe. Der russische Staatschef Putin zieht Selenskyjs Legitimität als ukrainischer Präsident in Zweifel, weil dessen Amtszeit formal abgelaufen ist. In Kriegszeiten erlaubt die ukrainische Verfassung keine Neuwahl.
Bei russischen Angriffen in der vergangenen Nacht wurden im Süden der Ukraine nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet.
Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
