Fachleute vermuten, dass es noch weit mehr sein könnten. Der Iran-Experte Ali Fathollah-Nejad sagte im MDR, es gebe Anzeichen, dass die Zahl der Todesopfer im vierstelligen Bereich liege. Seiner Ansicht nach haben die Proteste das Potenzial, das Regime zu Fall zu bringen. Aktivisten sprechen von mehr als 10.000 Festnahmen.
Der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, rief über die Sozialen Medien erneut zur Fortsetzung der Proteste auf. Pahlavis Einfluss gilt allerdings als gering. Der Politologe Vali Nasr von der Johns Hopkins University in den USA sagte dem Magazin "Cicero", Pahlavi verfüge weder über eine politische Organisation im Iran, noch habe er tragfähige Allianzen mit Bürokratie, Militär oder politischen Eliten aufgebaut. Zudem habe er das Land seit Jahrzehnten nicht von innen erlebt.
Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
