Eine Datenanalyse der US-Denkfabrik "Institute for the Study of War" zeigt, dass die Ukraine zwischen Mittwoch und Sonntag vergangener Woche mehr als 200 Quadratkilometer Staatsgebiet zurückeroberte, ein Großteil davon in der Region Saporischschja. Das Institut führt das Voranschreiten der ukrainischen Streitkräfte auch auf die Blockierung des russischen Zugangs zum Satellitensystem Starlink zurück. Dadurch werde nicht nur die Kommunikation der Invasoren gestört, sondern auch die Steuerung von Drohnen erschwert.
Selenskyj warnt vor neuen russischen Angriffen
Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland hat der ukrainische Präsident Selenskyj vor neuen massiven russischen Angriffen auf Energieanlagen gewarnt.
Russland könne der Versuchung nicht widerstehen und wolle in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Er warf Moskau erneut vor, nicht zu Kompromissen bereit zu sein. Russland verwerfe alles, setze die Sturmangriffe an der Front sowie die Luftangriffe auf Städte und Energieversorgung fort, meinte Selenskyj.
Zweitägige Gespräche mit Beteiligung der USA in Genf
In Genf in der Schweiz werden heute die Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fortgesetzt. An den Beratungen nehmen auch der US-Chefunterhändler Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Kushner, teil.
Zwei vorherige Gesprächsrunden in Abu Dhabi hatten kein Ergebnis gebracht. In zentralen Fragen liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Moskau fordert als Voraussetzung für ein Ende des Krieges einen vollständigen Rückzug Kiews aus der Industrieregion Donbass. Die Ukraine lehnt dies ab.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Vor neuen Verhandlungen unter US-Vermittung in Genf (Audio)
Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
