Ein großes und mächtiges Land sollte sich den Wunden seiner Geschichte stellen, sagte Lai. Er hoffe, dass China die Wahrheit anerkenne und einen Dialog beginne. US-Außenminister Rubio erklärte, die Zensur der chinesischen Regierung könne die Vergangenheit nicht auslöschen.
Am 4. Juni 1989 hatten Studierende den Tian'anmen-Platz in Peking friedlich besetzt, um für Demokratie zu demonstrieren. Das chinesische Militär schlug die Proteste nieder. Hunderte Menschen wurden getötet, die genaue Zahl ist unklar. In China sind die Ereignisse tabu. Die Behörden versuchen, jedes Erinnern zu verhindern. Zuletzt hatte die Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur AP den Angehörigen der Opfer verboten, am Jahrestag einen Friedhof aufzusuchen. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International werden dort seit mehr als 30 Jahren am 4. Juni Gedenkreden gehalten.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
