EU-Klimaschutzkommissar Hoekstra sagte, der aktualisierte Textentwurf sei ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sich die Länder der Europäischen Union mehr gewünscht hätten. Man wolle sich der jetzt vorgesehenen Abschlusserklärung aber nicht entgegenstellen.
Bundesumweltminister Schneider äußerte sich über den jüngsten Entwurf für das Abschlussdokument zurückhaltend. Der SPD-Politiker sagte, er sei "ein bisschen enttäuscht". Die Konferenz sei konfrontiert gewesen mit einer sehr stark auftretenden Petro-Industrie. Länder, die mit Öl und Gas ihr Geld verdienten, hätten mit einer Blockade-Mehrheit jeden Fortschritt in diesem Bereich blockiert.
In dem Entwurf für die Abschlusserklärung wird unter anderem verlangt, die finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern zu verdreifachen, damit diese ihre Umstellung auf klimafreundliche Techniken sowie weitere Anpassungen an den Klimawandel umsetzen können. Fossile Energieträger wie Öl und Kohle werden in dem Entwurf nicht ausdrücklich genannt. Enthalten ist stattdessen unter anderem eine freiwillige Initiative, die die Länder dabei unterstützen soll, ihre nationalen Klimaziele und die Beschlüsse früherer Konferenzen beschleunigt umzusetzen.
Beobachter gehen davon aus, dass der Text in Kürze von den Teilnehmerstaaten der Weltklimakonferenz angenommen wird.
Diese Nachricht wurde am 22.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
