Der aktuelle Entwurf des Gesetzes zu einheitlichen Regeln für den Schutz kritischer Infrastrukturen werde der realen Bedrohungslage nicht gerecht, kritisierte Lösch. Das sogenannte Kritis-Dachgesetz soll nach Angaben der Bundesregierung Deutschland widerstandsfähiger gegen Krisen und Angriffe machen. Dafür sollen einheitliche Mindeststandards, Risikoanalysen und ein Störungsmonitoring eingeführt werden. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Wegner hatte im ZDF die Stärkung der kritischen Infrastruktur gefordert.
25.000 Haushalte weiter ohne Strom
Nach dem Anschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin sind nach jüngsten Angaben des Energieversorgers noch rund 25.000 Haushalte ohne Strom. Berlins Regierender Bürgermeister Wegner (CDU) erklärte am Wochenende, dass Linksextremisten hinter dem Brandanschlag steckten. Ein Bekennerschreiben einer Vereinigung mit dem Namen "Vulkangruppe" wurde von der Polizei als glaubhaft eingestuft. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
Kiesewetter (CDU) bringt Bezug zu Russland ins Spiel
Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter äußerte den Verdacht, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte. Der Fall bedürfe einer intensiven Analyse, sagte Kiesewetter dem Sender Welt TV. Es sei nichts auszuschließen. Auf der Plattform X teilte der CDU-Politiker ein KI-Analyse des Bekennerschreibens. Die KI Perplexity geht demnach davon aus, dass das Schreiben eine Übersetzung aus dem Russischen ist.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Stromausfall in Berlin: Wie kann kritische Infrastruktur besser geschützt werden? (Audio)
Stromausfall in Berlin: Weiterhin Tausende Haushalte in Kälte und Dunkelheit (Audio)
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
