Dlf 11.07.2026
12:37 Uhr

Besetzte Gebiete - Reporter ohne Grenzen: Chinesische Medien verbreiten russische Narrative in der Ukraine


Die Organisation Reporter ohne Grenzen beobachtet einen wachsenden Einfluss chinesischer Medien in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine. In einer Recherche der Organisation heißt es, während unabhängige Reporter dort praktisch nicht arbeiten dürften, erhielten chinesische Journalisten und Blogger privilegierten Zugang.

Besetzte Gebiete - Reporter ohne Grenzen: Chinesische Medien verbreiten russische Narrative in der Ukraine
Ihre Berichte folgten dem Narrativ des Kremls und trügen dazu bei, die russische Präsenz in der Ukraine zu legitimieren. Reporter ohne Grenzen spricht von einem Propagandasieg. Im Gegenzug öffne Moskau die besetzten Gebiete in der Ukraine für chinesische Investitionen.

China gibt sich neutral, unterstützt laut Experten aber Russland bei seinem Krieg gegen die Ukraine

China stellt sich selbst als neutrale Partei dar und erkennt die russische Besetzung der ostukrainischen Gebiete nicht offiziell an. Peking ruft auch regelmäßig zu Gesprächen über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine auf, hat Russland aber bisher nicht für den Großangriff auf das Nachbarland verurteilt. Seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben Peking und Moskau ihre Beziehungen weiter vertieft.
Zuletzt gab es Berichte über ein bisher nicht öffentlich bekanntes Ausmaß der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und China. Westliche Verbündete der Ukraine werfen China zudem vor, sogenannte Dual-Use-Güter an Russland zu verkaufen. Dabei handelt es sich um Komponenten, die sowohl für zivile Produkte als auch für Rüstungsgüter verwendet werden können. Außerdem ist China ein bedeutender Abnehmer russischer Energielieferungen.
Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.