Kolesnikowa sei schon nicht mehr in Belarus, teilten Oppositionsvertreter im litauischen Vilnius mit. In Belarus sind zahlreiche Menschen aus politischen Gründen inhaftiert.
Wortführerin der belarussischen Opposition
Kolesnikowa gehörte 2020 zu den Anführerinnen der landesweiten Proteste gegen das Regime von Machthaber Lukaschenko. Auslöser war eine als gefälscht geltende Präsidentschaftswahl. Im September 2020 wurde sie festgenommen und ein Jahr später wegen Verschwörung zum Umsturz zu elf Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis erkrankte sie schwer. Kolesnikowa wurde unter anderem mit dem Sacharow- und dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.
Ales Bjaljazki sitzt seit 2021 zum zweiten Mal in Haft. Zuvor setzte er sich seit Jahrzehnten für Demokratie und politisch Gefangene in Belarus ein. Der Friedensnobelpreisträger gründete dafür auch die Menschenrechtsorganisation Wjasna.
US-Sondergesandter in Belarus
Derzeit befindet sich der US-Sonderbeauftragte Coale in Minsk. Die Nachrichtenagentur Belta zitierte ihn mit den Worten, die USA würden einige Sanktionen gegen Belarus aufheben. Eine offizielle Bestätigung von Seiten der USA steht noch aus.
Coale war bereits im September in Belarus. Kurz darauf hatte Machthaber Lukaschenko 52 Gefangene freigelassen.
Diese Nachricht wurde am 13.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
