Am Ort der Tat, dem Bondi Beach, haben sich mehr als 10.000 Menschen versammelt. Der australische Premierminister Albanese erklärte, sein Büro sowie das Kabinett prüften, ob die Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste mit den richtigen Befugnissen ausgestattet seien, um Sicherheit für die Menschen in Australien zu gewährleisten.
Im ganzen Land sind die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Zwei Attentäter hatten am Bondi Beach auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka geschossen. Sie töteten 15 Menschen und verletzten Dutzende weitere. 13 werden noch in Krankenhäusern behandelt.
Ermittlungsbehörden gehen von Verbindung zum IS aus
Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Attentäter Verbindungen zum IS hatten oder zumindest ideologisch von ihm beeinflusst wurden. Bei ihnen handelt es sich um zwei Männer, einen Vater und seinen Sohn. Der Vater wurde von der Polizei erschossen. Der Sohn wurde durch Schüsse verletzt und ist inzwischen wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt.
Auch Gedenkveranstaltung in Israel
Auch in Jerusalem fand eine Gedenkveranstaltung statt. Der israelische Staatspräsident Herzog rief zu einem weltweiten Kampf gegen Antisemitismus auf. Man müsse dringend entschlossen handeln, um die nächste Katastrophe zu verhindern.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, es brauche einen neuen "Aufstand der Anständigen". Schuster bezog sich auf eine Forderung des damaligen Kanzlers Schröder (SPD) und des damaligen Zentralratspräsidenten Paul Spiegel nach einem Anschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge im Jahr 2000. Damals gab es Demonstrationen und Lichterketten. Schuster sagte, heute seien entweder die Anständigen deutlich weniger geworden, oder sie blieben "untätig auf den Zuschauerrängen sitzen."
Diese Nachricht wurde am 21.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
