Die Bundesregierung mahnte zudem eine rechtsstaatliche Aufarbeitung nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis an. Regierungssprecher Hille sagte, man erwarte, dass der Fall zügig rechtsstaatlich untersucht und aufgeklärt werde. Die Bundesregierung vertraue der amerikanischen Justiz. Den offenkundigen Widerspruch zwischen der Darstellung der US-Regierung und Videoaufnahmen kommentierte Hille nicht.
Derweil kündigte US-Präsident Trump an, dass die Einwanderungsbehörde für ihre Einsätze in Minnesota eine neue Leitung bekommen solle. Er werde seinen Grenzbeauftragten Homan in den Bundesstaat entsenden. Homan sei - Zitat - "hart, aber fair" - und werde direkt an ihn berichten.
Kritik von Obama und Clinton
Am Rande von Protesten gegen ICE-Einsatzkräfte war in der Stadt Minneapolis gestern ein zweiter Mensch von Bundesbeamten erschossen worden. Daraufhin hatten die früheren US-Präsidenten Obama und Clinton dazu aufgerufen, die amerikanischen Werte zu verteidigen. Videos widersprechen der Darstellung der US-Regierung, wonach die Beamten in beiden Fällen in Notwehr gehandelt haben sollen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
