Dlf 26.01.2026
18:27 Uhr

"Ansammlungen meiden" - Auswärtiges Amt erweitert Reisehinweise für die USA - Trump ernennt neuen Leiter für ICE-Einsätze in Minnesota


Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für die USA erweitert. Angesichts der gewaltsamen Einsätze von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE rät die Bundesregierung, Menschenansammlungen weiträumig zu meiden, in deren Umfeld es zu Gewalt kommen könnte. Als Beispiele hebt das Auswärtige Amt Minneapolis und andere große Städte hervor.


Die Bundesregierung mahnte zudem eine rechtsstaatliche Aufarbeitung nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis an. Regierungssprecher Hille sagte, man erwarte, dass der Fall zügig rechtsstaatlich untersucht und aufgeklärt werde. Die Bundesregierung vertraue der amerikanischen Justiz. Den offenkundigen Widerspruch zwischen der Darstellung der US-Regierung und Videoaufnahmen kommentierte Hille nicht.
Derweil kündigte US-Präsident Trump an, dass die Einwanderungsbehörde für ihre Einsätze in Minnesota eine neue Leitung bekommen solle. Er werde seinen Grenzbeauftragten Homan in den Bundesstaat entsenden. Homan sei - Zitat - "hart, aber fair" - und werde direkt an ihn berichten.

Kritik von Obama und Clinton

Am Rande von Protesten gegen ICE-Einsatzkräfte war in der Stadt Minneapolis gestern ein zweiter Mensch von Bundesbeamten erschossen worden. Daraufhin hatten die früheren US-Präsidenten Obama und Clinton dazu aufgerufen, die amerikanischen Werte zu verteidigen. Videos widersprechen der Darstellung der US-Regierung, wonach die Beamten in beiden Fällen in Notwehr gehandelt haben sollen.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Entsetzen in Minneapolis nach der Tötung eines 37-Jährigen
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.