Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt, um den Menschen bei der Rückkehr nach Deutschland zu helfen. Besonderes Augenmerk gelte dabei der Ausreise vulnerabler Personen wie Kinder, Kranke oder Schwangere. Wadephul zufolge ist die Bundesregierung auch bereit, Privatmaschinen auf Steuerzahlerkosten zu chartern oder - als letztes Mittel - auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückzugreifen.
Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Düring, warf der Bundesregierung Versäumnisse vor. Die Regierung wirke vollkommen unvorbereitet, sagte sie dem Deutschlandfunk. Das sei unverständlich, da sich die Lage seit Wochen zugespitzt habe.
Wadephul hatte gestern noch erklärt, er sehe keine Möglichkeit, deutsche Touristen aus dem Konfliktgebiet auszufliegen. Dabei hob er die seit Wochen bestehenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amts hervor. Es sei nicht unbekannt gewesen, dass es in der Region gefährlich werden könne. Der Außenminister verwies auf die deutschen Auslandsvertretungen, die bei individuellen Ausreisen behilflich sein könnten. Rund 30.000 Reisende sind betroffen. Sie halten sich in der Golfregion auf oder ihre Flüge aus anderen Erdteilen sollten über die Drehkreuze in der Region gehen.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
