Der ukrainische Delegationsleiter Umjerow erklärte, es sei gestern auch um die Struktur der Verhandlungen gegangen. Der ukrainische Präsdient Selenskyj teilte mit, er stehe in regelmäßigem Kontakt mit seinen Unterhändlern. Es sei aber noch zu früh, um Schlüsse aus den Gesprächen zu ziehen. Sie sollen heute fortgesetzt werden. Es sind die ersten direkten und offiziellen Verhandlungen zwischen den drei Ländern seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine.
Russland wiederholt Maximalforderungen
Der russische Regierungssprecher Peskow wiederholte in Moskau die Forderung an Kiew, das russisch besetzte Donbass-Gebiet in der Ukraine abzutreten. Die Ukraine hat dies bereits mehrfach abgelehnt.
Der Osteuropa-Experte Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik zeigte sich mit Blick auf Erfolgsaussichten des Treffens skeptisch. Er sehe keinerlei Bereitschaft der Russen, Kompromisse einzugehen, sagte Meister im Deutschlandfunk. Man sehe statt Bewegung bei Russland vor allem Druck der USA auf die Ukraine - und das sei keine gute Entwicklung.
Russische Luftangriffe auf Kiew und Charkiw
Ungeachtet der laufenden Verhandlungen hat Russland die Ukraine in der Nacht mit Luftangriffen überzogen. Die Hauptstadt Kiew stand unter schwerem Beschuss. Wie der Leiter der Militärverwaltung, Tkatschenko, mitteilte, schlugen in mehreren Stadtteilen Drohnen und Raketen ein. Es gebe mindestens ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Der Bürgermeister von Kiew, Klitschko, forderte die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.
Auch die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine meldete schwere Luftangriffe. Mehrere Wohngebäude sowie Krankenhäuser seien beschädigt worden. Der Bürgermeister sprach von mindestens elf Verletzten.
Weiterführende Informationen
Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
