Dlf 21.01.2026
13:44 Uhr

Abbruch von Werte- und Sprachkursen - Österreich will Integrationsverweigerer härter bestrafen


In Österreich sollen Migranten bei einem vorzeitigen Abbruch von Integrationsmaßnahmen härter bestraft werden.

Abbruch von Werte- und Sprachkursen - Österreich will Integrationsverweigerer härter bestrafen
Wie Integrationsministerin Bauer in Wien mitteilte, sind Strafzahlungen von bis zu mehreren Tausend Euro geplant, wenn sie Werte- und Sprachkurse nicht beenden. Strafen gebe es auch, wenn die neue Werte-Charta nicht unterschrieben werde. Auf diese hatte sich die Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos jüngst geeinigt. Die Charta soll Migranten auf Rechtsstaatsprinzipien, Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sowie gesellschaftliches Zusammenleben verpflichten.
Bauer betonte, Integration dürfe nicht als Angebot verstanden werden, sondern als Verpflichtung. Ihren Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr in rund 2.400 Fällen Wertekurse abgebrochen, bei Deutschkursen waren es fast 10.000 Fälle. Bisher konnten in diesem Zusammenhang Sozialleistungen gekürzt werden. Staatssekretär Leichtfried betonte, dass es nach bisherigen Erfahrungen um eine Minderheit von etwa zehn Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund gehe.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.